Reisen

Ein verlängertes Wochenende in Venedig

Mit meinen Eltern war ich Mitte Mai über ein verlängertes Wochenende in Venedig. Die beiden fahren schon seit einiger Zeit von Jahr zu Jahr in diese Stadt und kennen sie schon beinahe wie ihre eigene Westentasche. Bereits letztes Jahr hätte ich mitkommen sollen, zum Karneval – was richtig cool gewesen wäre – aber leider ging es damals wegen meiner Ausbildung nicht. Dafür klappte es heuer endlich mal!

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Unsere Reise begann mit einer sehr langen Zugfahrt von Wien nach Venedig. Aber immerhin mussten wir nicht umsteigen – was auch schon viel wert ist. Ohne Verspätungen fährt man etwa siebeneinhalb Stunden hin. Eine sehr lange Strecke, selbst mit reichlich Proviant und Lesestoff im Gepäck…

Meine Eindrücke und Tipps

Wunderschöne Stadt

Aber die lange Fahrt zahlt sich aus. Die schönen Bilder, die man aus dem Internet kennt, täuschen nicht. Venedig, die Lagunenstadt, ist wunderschön und faszinierte mich gleich zu Beginn. Sobald man den Bahnhof verlässt, erblickt man sofort den Canale Grande.

Die vielen Kanäle, die unzähligen, kleinen Brücken und die freundlichen Leute – ein paar Tage hält man es dort schon aus.

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Reisezeit

Am besten plant man seinen Aufenthalt dort außerhalb der Sommermonate. Denn im Sommer soll es in Venedig nur so von Touristen wimmeln. Schon im Mai war recht viel los, doch auch nicht mehr und nicht weniger als in anderen Städten, in denen ich schon war.

Restaurants und Cafes

In italienisches Essen könnte ich mich eingraben. Pasta, Pizza – einfach ein Traum. Was man jedoch bedenken sollte, wenn man in Venedig in ein Restaurant oder Cafe geht, ist, dass man manchmal einen Aufpreis für das Gedeck zahlt. Auch das Trinkgeld ist bereits in der Rechnung inkludiert, also vorm Bezahlen diese genau prüfen, da das Trinkgeld auf der Rechnung bereits sehr hoch sein kann. 😉

Vaporettos, Wasserbusse

Als öffentliche Verkehrsmittel dienen in Venedig die sogenannten Vaporettos, also Wasserbusse. Diese fahren in regelmäßigen Zeitabständen die Kanäle entlang und halten alle paar Minuten an einer Haltestelle, wobei es verschiedene Linien gibt, die einen jeweils an andere Orte bringen. Die Vaporettos bieten den Touristen somit eine perfekte Möglichkeit Venedig zu erkunden. Wir konnten somit ganz einfach den Markusplatz erreichen, bei der Rialto-Brücke aussteigen oder sogar auf die Insel Lido di Venezia fahren. Je nach Jahres- bzw. auch Tageszeit kann es in so einem Wasserbus ziemlich voll werden. Wir hatten während unseres Aufenthaltes Glück, meist einen Sitzplatz ergattern zu können. Lediglich ein bis zwei Mal mussten wir im vorderen Bereich zwischen vielen anderen Touristen und Einheimischen stehen bleiben (und unser Gleichgewicht halten, da man sich nur schwer wo anhalten kann).

Wir hatten uns im Vorhinein ein 48-Stunden Ticket gekauft, pro Person kostet dieses etwa € 30,– und zahlt sich auf jeden Fall aus.

Gondelfahrt

Eine etwas teurere Variante die Kanäle entlang zu fahren, ist die Fahrt mit einer Gondel… Aber ganz ehrlich, wer denkt bei Venedig nicht auch automatisch an die vielen Kanäle, die Gondeln und vor allem an singende Gondoliere? 😉

Mit ungefähr € 80,– pro Fahrt muss man rechnen, aber wenn man schon mal in Venedig ist, muss man so eine Fahrt schon mal erlebt haben, findet ihr nicht auch?! 🙂 In so einer Gondel haben bis zu sechs Personen Platz und manch ein Gondoliere singt sogar (ziemlich laut)..

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Sehenswürdigkeiten: Markusdom – Seufzerbrücke – Rialtobrücke

Ein paar Sehenswürdigkeiten hat Venedig zu bieten… Als erstes kommt mir vor allem der Markusplatz in den Sinn. Ein Platz auf dem sich hunderte Tauben befinden, die ohne Scheu auf den Händen und Armen der Touristen Platz nehmen. Direkt am Markusplatz haben wir es uns nicht in einem Cafe gemütlich gemacht. Die Preise dort sollen ja abnormal hoch sein (ein Kaffee um die € 11,–). Daher sollte man schon lieber in einer Seitengasse ein nettes Cafe suchen.

Dafür waren wir aber im Markusdom (Basilica San Marco) drinnen (trotz einer langen Warteschlange) und sind auch die Stufen rauf zur Terrasse gegangen, um einen Blick über den Markusplatz zu bekommen. Besonders beeindruckend waren im Markusdom die vielen kleinen Mosaike, die die Wände und Kuppeln im Inneren der Kirche bedecken.

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Gar nicht so weit vom Markusplatz entfernt findet man die Seufzerbrücke. Diese Brücke verbindet den Dogenpalast und das ehemalige Gefängnis. Einst überquerten die Gefangenen die Seufzerbrücke und konnten so ein letztes Mal einen Blick auf Venedig werfen. Der Name dieser Brücke ist somit auf den Seufzer der Häftlinge zurückzuführen, bevor sie in ihre Gefängniszellen gebracht wurden.

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Bekannt ist die Lagunenstadt auch für die Rialtobrücke. Wir hatten Glück und erwischten einen Zeitpunkt, an dem noch nicht so viele Menschenmassen über die Brücke spazierten.

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Rialto-Markt

Keine fünf Minuten von der Rialtobrücke enternt findet man den Markt von Rialto. Dort gibt es beispielsweise Obst und Gemüse sowie frischen Fisch und Meeresfrüchte.

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Murano

Ein kurzer Ausflug auf die Insel Murano durfte nicht fehlen. Murano ist in Venedig das Zentrum der Glasherstellung und das Glas aus Murano dürfte wohl so gut wie jedem bekannt sein. Wir verbrachten nicht viel Zeit auf dieser Insel, denn diese ist nicht gerade groß. Ehe es mit einem Vaporetto weiter ging, gönnten wir uns aber noch ein leckeres Eis  und sahen den kleinen Krebsen im Wasser zu.

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Lido di Venezia

Ein entspannter und ruhiger Nachmittag am Strand von Lido di Venezia war der perfekte Abschluss unseres Kurzurlaubes. Wir machten es uns am vorletzten Tag eine ganze Weile am Strand gemütlich, schlenderten diesen entlang und kühlten unsere Füße im Meer ab. Egal wo man hinblickte, überall waren lauter hübsche Muscheln zu sehen. Ganz anders als letztes Jahr in Santorin, als ich in neun Tagen genau eine Muschel gesehen habe. 😉

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Mein Eindruck: 

Mir hat unser Kurzurlaub sehr gut gefallen. Wir waren (wie es sich für einen Städtetrip auch gehört) ständig nur unterwegs und unsere Füße haben uns jeden Tag ordentlich weh getan, aber so soll es auch sein. Eine Städtereise unternimmt man doch, um einiges zu sehen und viele Eindrücke zu sammeln! Venedig zählt auf jeden Fall zu jenen Städten, die ich bei Gelegenheit wieder besuchen würde. Ich kann also eine Empfehlung aussprechen.

2 Kommentare zu „Ein verlängertes Wochenende in Venedig

  1. Interessanter Beitrag, ich stelle mir diese Wasserbusse so lustig vor. Ich war leider noch nicht in Venedig aber ich möchte auch mal hin. Schöner Beitrag und ich finde es toll, einfach mal übers verlängerte Wochenende zu fahren 😉
    Liebe Grüße, Bea

  2. oh wie schön! und wie ich sehe, wurde die rialto brücke endlich wieder von ihrem gerüst befreit, das sie noch ne weile nach meinem aufenthalt 2015 verschandelt hatte! wunderbare bilder – venedig ist ein einziges postkartenmotiv, das fotografenherz schlägt höher und man sollte es unbedingt einmal gesehen/erlebt haben – vor allem auch über nacht (und sich einmal im labyrinth der venezianischen gassen verirren).

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