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Ein Leben ohne Smartphone?

Beinahe zwei Wochen war ich ohne Smartphone unterwegs und es ist einfach unvorstellbar wie hilflos und uninformiert man sich manchmal fühlt.

Normalerweise sieht mein Ablauf folgendermaßen aus: Ich checke meine Mails, schaue bei Instagram schnell alle neuen Bilder durch und überprüfe meine Blogstatisik – und das entweder während der Fahrt in die Arbeit, wenn mir gerade fad ist oder ich im Moment ein wenig Zeit überbrücken muss. Dann kommt auch noch Facebook hinzu, aber da schaue ich meist nur wer gerade online ist und überfliege die aktuellsten Nachrichten.

Doch auf einmal ist das Smartphone weg (ich habe es wegen einer Reparatur einschicken müssen) und mein altes Handy muss herhalten – d.h. kein Internet und keine Apps. Es ist total ungewohnt, auch wenn ich gestehen muss, dass ich lange Zeit kein Smartphone besitzen wollte. Mir hat das Telefonieren und SMS schreiben vollkommen gereicht.   

In erster Linie habe ich mich wegen Whatsapp für ein neues Handy entschieden, und mittlerweile ist diese App kaum wegzudenken. Wenn man nach so langer Zeit so verwöhnt wird, ist es irgendwie total komisch, nicht ständig zum Handy zu greifen, da man ohnehin nicht viel machen kann außer telefonieren und SMS schreiben.

Einerseits wirkt es irgendwie befreiend nicht ständig am Handy zu hängen, doch andererseits hat man das Gefühl ständig etwas zu verpassen. Es ist einfach ganz eigenartig.

Am meisten ist es mir aber abgegangen, kein Whatsapp verwenden zu können. Somit habe ich auch mit meiner Freundin aus der Schweiz nicht so gut kommunizieren können, denn Email-Verkehr ist irgendwie mühsam – SMS teuer und Anrufe sowieso… und gerade in den letzten Tagen hätte ich so viele Bilder schicken und so viel erzählen wollen…

Einfach furchtbar! Es war wie verhext, gerade in dieser Zeit ist so einiges los gewesen. Oft habe ich mir gedacht: „Das könnte ich auf Instagram stellen“ oder „Das Bild hätte ich ihr jetzt schicken wollen“ und und und…

Nicht einmal die Öffi-Fahrtzeiten habe ich während dem Weg von der Straßenbahn zum Bus abchecken können. Das mache ich nämlich manchmal, wenn ich spät dran bin, um noch während dem Gehen zu entscheiden, ob ich auf den Bus warten oder doch lieber zu Fuß weitergehen soll.

Auch, wenn ich mich lange lange Zeit gegen ein Smartphone gesträubt habe, irgendwie ist es nun schwer ohne eines auszukommen (wenn man mal daran gewöhnt ist).

0 Kommentare zu „Ein Leben ohne Smartphone?

  1. Naja… wohin ist die verlorene Zeit? Das kann nur jeder für sich selbst beantworten aber mir fällt da nur ein dass man immer mehr Technik hat die einem Zeit ersparen soll und trotzdem hat man immer weniger davon und immer mehr Stress… Weil alles rund um die Uhr zur Verfügung steht denkt jeder das auch sein zu müssen… Aber nicht mehr mit mir!
    Mein 2jähriges IPhone ist auch mein letztes Smartphone. Internet Zuhause reicht mir und die ganzen Apps die ich hab verschwinden auch mehr und mehr weil ich diese Spielereien einfach nicht mehr nutze.

    Der soziale Faktor ist da auch stark in Angriff genommen. Da alle eh ständig erreichbar sind muss man sich ja nicht mehr so oft treffen. Daher empfinde ich den Begriff „soziale Netzwerke“ einfach als Paradox, aber das ist ne andere Story…

    lG
    Hugo

    1. Seit mein Handy wieder komplett neu aufgesetzt wurde, hab ich auch nur mehr die für mich wichtigen Apps drauf und nur ein Spiel, weil ich die eigentlich eh nicht brauche.
      Klar, wenn alles neu ist, lädt man sich automatisch mehr runter, weil man so schwer begeistert ist, was es so alles gibt, aber nach einiger Zeit wirds nicht mehr beachtet, aber zum Löschen hab ich mich dann doch nicht überwinden können..
      Ab jetzt wird nix Unnötiges mehr runtergeladen! 😉

      Naja, das finde ich nicht so. Ich treffe mich nach wie vor mit Leuten mit denen ich mich gut verstehe, auch wenn wir öfters Whatsapp-Gruppenunterhaltungen führen oder (selten aber doch) über Facebook schreiben.. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, also finde ich. Im Gegenteil, solche Unterhaltungen führen öfters mal zu einem Treffen! Ja, vielleicht gibt es Leute, die sich dadurch weniger mit Freunden treffen, aber das kann ich nicht so ganz bestätigen…

      1. Da hast du recht. Als meins neu war hab ich gedoenloaded wie der Blöde. Aber irgendwann war der Damof dann raus für mich und meine „smarte“ Aktivität beschränkte sich nur noch auf telefonieren, Musik hören und abissl surfen. Is schon toll das in einem Gerät dabei zu haben. ber wirklich brauchen zu ich das nicht.

        Ja stimmt veralgemeinern kann man das nicht. Mir ist es in letzter Zeit extrem aufgefallen und wusstest du dass die in China voll glücklich darüber sind dass es Smartphones gibt’s? ^^ Jetzt haben sie in der U-Bahn nämlich endlich was neues zum reinschaun. Früher haben sie nur auf den Boden oder in was lesbares gestarrt, weil es dort voll verpönt ist sich in öffentlichen Verkehrsmitteln anzugucken.
        Ich fühl mich manchmal an China erinnert wen ich bei uns in den Öffis sitze. 😉

  2. Ich weiß ja, dass es vielen so geht wie dir, aber ich kann da irgendwie überhaupt nicht verstehen, wieso.. ich kapier schon, dass es schön ist, zu wissen, wann die Bahn fährt. Aber – und da spreche ich aus Erfahrung mit meinem Freundeskreis – der ganze andere Kram, die Apps und wie auch immer, sind einfach nur zum Spielen. Muss ich überall erreichbar sein? Muss ich in hundert Gruppen sein und mir dasselbe Katzenvideo immer wieder ansehen? Das Handy ist doch zum Telefonieren da… wer was will, kann mich immer anrufen, oder halt ne SMS schicken. Und ich will doch auch nicht mein ganzes Leben mit anderen Leuten teilen, auch wenn es meine Freunde sind… ich find ehrlich gesagt, dass dieser regelrechte Selbstdarstellungszwang ziemlich armselig ist. Klar, ich blogge, damit andere es lesen. Aber ich muss doch nicht alles für jeden zugänglich auf Instagram laden?
    Ich jedenfalls denke mittlerweile fast, dass ich ohne mein stinknormales Handy, was mit gleichzeitig prima als MP3-Player dient, nicht mehr könnte und – falls es mal kaputt geht – es mir noch mal kaufen würde. Ich zahl 7,95€ im Monat für 100 Frei-SMS und 100 Frei-Minuten, plus 300MB Internet die ich nicht nutze… bin ich unnormal, wenn mir das reicht? Muss ich mich schämen, wenn meine Bekannten mich ungläubig / mitleidig / verständnislos ansehen, wenn ich sage, dass ich nicht bei WhatsApp bin und noch ein Handy mit Tasten OHNE Internet habe – Schock schwere Not! Ich bin jedenfalls froh, nicht von einem Telefon abhängig sein zu müssen, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, denke ich.

    (Dass das keinesfalls als Angriff auf dich persönlich gemeint ist, weißt du bestimmt 🙂 Schließlich bin ich in der Minderheit, und wollte nur mal meine Meinung kundtun)

    1. Nein, ich sehe deinen Kommentar nicht als persönlichen Angriff auf mich 😉 Immerhin stelle ich das auch hier rein, damit jeder seine eigene Meinung dazu sagen kann!

      Ich muss sagen, ich war lange Zeit genau deiner Meinung, und habe mein Smartphone auch erst seit ca. 1 Jahr, weil ich mich völlig geweigert habe. Ich habe es überhaupt nicht verstehen können, wie man ständig das Handy vor der Nase haben muss und es einfach nicht weglegen kann. Ok, wenn mir jetzt noch Leute begegnen, die ich ständig mit dem Handy in der Hand sehe, dann verstehe ich es jetzt auch noch nicht ganz.
      Aber ich muss gestehen, dass ich teileweise auch schon recht abhängig bin, das merke ich selbst. Und das hast du bestimmt auch aus dem Post rauslesen können.

      Mir hätten die Frei-SMS früher bestimmt auch gereicht, aber seit meine beste Freundin in der Schweiz lebt wäre der Kontakt mit ihr mittlerweile sehr teuer. und Whatsapp erleichtert uns das sehr! Ich möchte nicht nur SMS an sie wegschicken oder anrufen, wenn ich etwas ganz Dringendes oder Wichtiges mit ihr teilen möchte. Es fehlt mir einfach auch jeden Unsinn mit ihr zu bequatschen oder dergleichen, und ich möchte Whatsapp ehrlich gesagt nicht mehr missen…
      Wenn jemand kein Whatsapp hat, oder auch nicht auf Facebook ist – das ist mir völlig egal! Ich finde, das ist jedem selbst überlassen wo er/sie vertreten ist und was man mit wem teilen will. Ich bin z.B. auch auf FB, aber poste sehr selten selber etwas.

      Was ich aber auch jetzt noch vermisse, ist mein Handy mit Tasten 😛 Da habe ich immer halbblind SMS schreiben können, und jetzt starr ich die ganze Zeit auf den Bildschirm und vertippe mich trotzdem noch immer tausendmal -.-

      Und falls dieser Eintrag so rüber gekommen ist, dass ich alle, die kein Handy mit Internet besitzen, verurteile, dann tut es mir leid – so war es überhaupt nicht gemeint. Es ist einfach auf meine eigenen Gewohnheiten bezogen und ein Hinweis, dass einem so einiges mit so einem Handy einfacher fällt.

      1. Um Gottes willen, ich hab mich keinesfalls angegriffen gefühlt 😀 Ich find es nur so traurig, in der Bahn starren alle nur noch auf ihr Smartphone und keiner liest mehr was… und wenn, dann nur noch auf dem Kindle oder so. Ich glaub, ich bin ich falschen Jahrhundert geboren 😉

        1. Dann bin ich beruhigt 😉
          haha und ich glaub so schnell wird sich das auch nicht mehr legen, dass die Leute ihre Smartphones in der Tasche lassen.. also, am besten einfach in sein eigenes Buch vertiefen und alle anderen herum ausblenden! 😛

    2. manche lesen aber auch am handy in den öffis 😉
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich selber auch lange das Smartphone verweigert habe, Whatsapp war, gemeinsam mit dem größeren Display ein Grund für das neue Handy; gerade whatsapp nutze ich aber relativ wenig, außer wenn ich wirklich Bilder verschicken will, ansonsten tut’s das gute alte sms auch. aber was ich wirklich lieb gewonnen habe ist die E-Reader App. Bisher habe ich immer ein Buch in der Arbeit mitgehabt, das in meiner Tasche aber leider bis zu einem gewissen grad zerstört und ramponiert wurde, außerdem war’s sperrig und teilweise schwer. Und gerade um die sperrigen, schweren war mir dann immer leid, wenn sie beim Transport so ramponiert wurden. Außerdem kann man mit dem Handy-Reader nicht mehr gefahr laufen, das Buch zu Hause liegen zu lassen, weil’s eben grad so spannend war, und man daheim weiterlesen musste.
      Einzige Nachteile dabei: das schöne Schmökergefühl mit Umblättern und „was in der Hand haben“ geht völlig verloren und ich werde beim Lesen durch den hellen Bildschirm schneller müde…
      Und in die Badewanne trau ich mich das Ding schon gar nicht mitnehmen 😉
      glg, christina

      1. Bei mir war auch whatsapp der Hauptgrund für ein Smartphone, weil eine sehr gute Freundin in der Schweiz lebt und wir uns deswegen nicht mehr allzu oft gehört bzw. voneinander gelesen haben, weils sonst mit der Zeit einfach sehr teuer geworden ist.
        Jetzt können wir uns ununterbrochen schreiben, und das ist ja auch so cool, dass man Bilder gratis verschicken kann 😉
        Ja es hat alles seine Vor- und Nachteile.. Ich finde den ereader super praktisch, der ist so leicht und er findet immer einen Platz in der Tasche – dafür fehlt es auch mir hin und wieder ein richtiges Buch in den Händen zu halten und Seite für Seite umzublättern. Aber deswegen werde ich immer zwischen Buch und ereader wechseln 🙂
        Haha ja, also in die Badewanne traue ich mich den auch nicht mitzunehmen.. ist mir zu riskant 😉

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