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„Wilde Kreatürken“

Wie bereits erwähnt habe ich vergangenen Samstag die Wiener Stadthalle besucht, um mir das neue Programm von Bülent Ceylan anzusehen. Der Abend war einfach großartig und der Comedian bringt ohne großen Aufwand die ganze Halle zum Lachen.

"Wilde Kreatürken" 1

In „Wilde Kreatürken“ verschont Bülent Ceylan so gut wie nichts und niemanden. Es werden über alle Nationalitäten Scherze gemacht, und doch nimmt man es ihm nicht übel, denn vor allem über sich selbst kann der Deutsch-Türke lachen. Seine Message am Ende verdeutlicht, dass er zwar Freude daran hat, sich über andere lustig zu machen, aber dennoch folgender Meinung ist: „Egal welcher Nationalität man angehört, wir sind alle gleich, egal woher man kommt.“ (Zwar nicht wortwörtlich, denn an die genaue Wortwahl kann ich mich nicht mehr erinnern, aber der Sinn dahinter ist ungefähr der gleiche.) 

Wien-Programm

Den Wiener Dialekt bekommt der Mannheimer bereits gut hin, und auch während der Vorstellung hat er ein paar neue österreichische Wörter in seinen Wortschatz aufnehmen können. Als Geschenk haben ihm zwei Zuschauer ein kleines Schildchen mit deutsch – österreichischen Begriffen überreicht. Besonders an „Gspusi“ (=Affäre) hat er Gefallen gefunden, denn es würde so „niedlich“ klingen, als ob wir es einfach verherrlichen würden. Während des gesamten Abends hat er diesen Begriff mit Freude erwähnt. Bei „Hawara“ (=Freund) hat jedoch das Publikum besonders lachen müssen, da die Aussprache nicht ganz perfekt gepasst hat 😉

Im Laufe seines Programms war Bülent Ceylan der Meinung, man könne nach diesem Abend locker ein Österreich-Special machen.

"Willde Kreatürken" 2

Verwandlungen

Wie schon aus dem Fernsehen bekannt ist, verwandelt er sich während der Vorstellung auch unter anderem in die Charaktere Hassan, Anneliese oder Manfred („Mopfreed“?). So gestaltet er das Programm abwechslungsreich und schlüpft in verschiedene Persönlichkeiten.

Publikum wird nicht verschont

Auch die Zuschauer werden in das Programm miteinbezogen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, nicht in den ersten Reihen gesessen zu haben! Die Namen dreier Personen hat er sich in Erinnerung behalten und ist immer wieder auf die Leute zurückgekommen und hat seine Späße über sie gemacht. Für alle anderen äußerst amüsant, aber der arme 12jährige Oliver in der ersten Reihe, hat mir ganz schön leid getan.

Diejenigen, die erst zu ihren Plätzen hin sind, als die Show bereits am Laufen war, hat er mit folgenden Worten begrüßt: „Na da sind sie ja – so viele Brunzer! Waren wir alle noch am Klo, hä?“

Zum Ende hin wurde von uns Gästen noch die La Ola gemacht – eine normale und eine, wie Bülent meinte, „Schweizer La Ola“, nämlich eine gaaanz langsame, quasi in Zeitlupentempo…

Musikalische Darbietung & Gedenken an verstorbenen Vater

Zum Schluss hat uns der Komiker sein musikalisches Talent unter Beweis gestellt. Angefangen mit einer Ballade, die er seinem verstorbenen Vater gewidmet hat, ist allen ganz schön warm ums Herz geworden.  Doch um nicht mit verheulten Augen und Trauerstimmung die Stadthalle zu verlassen, ist es am Ende noch einmal ganz schön laut und wild geworden. Mit einer Heavy-Metal Nummer hat sich Bülent Ceylan schließlich von uns allen verabschiedet.

Fazit:

Mir hat der Abend sehr gefallen, vor allem an der Aussprache mancher österreichischen Wörter habe ich mir einfach das Lachen nicht verkneifen können. Herrlich! Bülent Ceylan wirkt sehr sympathisch und besonders gefällt mir an ihm, dass er sich hin und wieder selbst erst fangen hat müssen, bevor er mit seinem Programm weiter machen konnte, da er sich selbst das Schmunzeln nicht mehr verkneifen hat können.

Auch seine des Öfteren vorkommenden Abschweifungen, die nicht direkt zum Programm gehört haben, lassen ihn menschlich erscheinen und verdeutlichen, dass er sowohl improvisieren als auch gleich danach wieder mit seinem ursprünglichen Programm weiter machen kann.

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