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„Jennifer Blood – Selbst ist die Frau“ – Garth Ennis

Herausgeber: Panini

Art: Softcover

Autor: Garth Ennis

Zeichner: Adriano Batista, Marcos Marz, Kewber Baal

Jennifer Blood Cover

Vor einiger Zeit hätte ich noch nicht gedacht, dass ich mich so für Comics begeistern kann, aber ich finde echt Gefallen an diesen! Zu meiner neuesten Errungenschaft gehört „Jennifer Blood“ des Autors Garth Ennis (auch bekannt durch u.a. „Punisher“ oder „Preacher“).

Story:

Die Hauptrolle in „Jennifer Blood“ spielt die Hausfrau Jennifer Fellows, die sich bei Nacht in eine unberechenbare Killerin verwandelt – umhüllt im schwarzen Lederoutfit und mit schwarzer Perücke streift sie durch die Nacht.  Als Jennifer Blood beobachtet sie die Tätigkeiten einer brutalen und sehr gefährlichen Mafiafamilie – nämlich ihrer eigenen. Systematisch geht die junge Frau vor und bringt ihre Onkel, einen nach dem anderen auf brutalste Weise um – und das Ganze nicht einmal innerhalb einer Woche. Erst nach und nach erfährt man den wahren Hintergrund für ihre eiskalten Rachetaten.

Damit weder ihr Ehemann noch ihre Kinder nachts wach werden und das Bett der Hausfrau leer auffinden, verabreicht sie ihren Familienmitgliedern eine leichte Dosis Valium, um diese in einen tiefen Schlaf zu versetzen, während sie außer Haus ist.

Der Hauptcharakter hat Spaß daran seine Opfer leiden zu sehen und plant so gut wie jeden Schritt im Voraus. Jennifer Blood tötet nicht aus einer Laune heraus, sie nimmt Schussunterricht, verfeinert ihre Kampftechniken und beobachtet über Monate hinweg ihre Gegner. Es gibt einen ausschlaggebenden Grund für all die Übeltaten, und der hat etwas mit ihrem Vater zu tun hat.

Privatleben:

Unter Tags wirkt das Leben der Hauptfigur eher normal, um nicht zu sagen fad. Sie ist eine typische Hausfrau, deren Ehemann arbeiten geht. Eine Frau, die den Kindern das Frühstück vorbereitet, bevor diese in die Schule gehen und sich schließlich voll und ganz der Hausarbeit widmet. Sie nimmt sich Zeit für ihre Kinder und spielt die liebenswürdige nette Nachbarin von nebenan. Ihr Ehemann ist, ich will nicht sagen, dass er ein Langweiler ist, aber er widmet sich liebend gerne der Vogelkunde, interessiert sich überhaupt nicht für Sport und wirkt nicht besonders abenteuerlustig. Gerade das dürfte der Grund sein, warum Jennifer sich in ihn verliebt hat, denn er ist anders als all die anderen Männer, die sie vorher gekannt hat. Beobachtet man dieses Familienglück tagsüber, könnte man sagen, dass es sich um eine stinknormale, aber glückliche Familie handelt.

Fazit:

Die Story wird angenehm rasch erzählt und wirkt somit ganz und gar nicht langatmig. Allerdings ist dieser Comic nichts für schwache Mägen, denn es werden beispielsweise Köpfe abgeschlachtet oder Eingeweide verteilt – an Gewalt mangelt es jedenfalls nicht. Außerdem sind einige sexuelle Szenen enthalten, weshalb der Hinweis, dass der Comic erst ab 18 Jahren empfohlen wird, wohl auf der Rückseite des Covers angeführt ist.

Jennifer Blood wirkt sehr taff und schlagfertig. Eine sympathische Hauptfigur – naja wären da nicht diese kaltblütigen Morde 😉 Sie hat genug Ahnung was Waffen anbelangt und wird ohne weiteres mit einem Haufen starker Männer fertig. Gnadenlose und knallharte Action ist garantiert!

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